Akupunktur

Dem chinesischen Ansatz folgend ist die Grundlage allen Lebens die Lebensenergie (das „Qi“), die - ähnlich dem Blutkreislauf - über Energiebahnen (die „Meridiane“) in den oberflächlichen Schichten des Körpers fließt. Jede Organfunktion und jeder Lebensvorgang drückt die Bewegung und das Wirken von „Qi“ aus. Die Art und Weise dieses Fließens bestimmt sowohl Muskelbewegungen, Körperabwehr, psychische Vitalität und Aktivität als auch die Funktionsweise der inneren Organe wie Verdauung der Nahrung (Magen/ Darm) und Atmung (Lunge). Kann das „Qi“ nicht ungehindert fließen, bedeutet dies eine Störung der Lebensvorgänge. Diese Störungen zeigen ihren Ausdruck oft in Form von Schmerzen, Verspannungen, Nervosität, Bewegungseinschränkungen, innerer Unruhe u.v.m. Organfunktionen können darüber hinaus sowohl durch Fehlernährung als auch durch verdrängte oder nicht bewusst wahrgenommene Gefühle chronisch gestört sein.

 

Um diese Störungen zu beseitigen und Blockaden zu lösen, kann Akupunktur oft sehr erfolgreich eingesetzt werden. Abhängig vom Krankheitsbild werden ganz bestimmte von insgesamt 372 Akupunkturpunkten auf den Meridianen genadelt (in oder auch durch die Haut). Dies wirkt harmonisierend und ermöglicht wieder ein (ungestörtes) Fließen des Qi, indem Schwäche angeregt, Fülle gedämpft und Blockaden gelöst werden. Damit ist Akupunktur letztlich Energiearbeit.

 

Das Nadeln selbst löst zunächst einen kurzfristigen Einstichschmerz aus, der durch die manuelle Stimulation oft schnell in ein Schwere- und Druckgefühl übergeht oder zu einem Kribbeln bzw. einer leichten Elektrisierung an der Einstichstelle führt. Das Gefühl des Fließens der Lebensenergie kann nach einigen Minuten wahrgenommen werden, wenn – und das ist wichtig für den Erfolg der Akupunkturtherapie – der/ die PatientIn „aktiv“ mitarbeitet, in dem er/sie sich entspannt, insbesondere durch eine tiefe, ruhige Atmung in den Brustraum. Die eigenen Gedanken sollten nicht festgehalten werden, das Aufbrechen verdrängter Gefühle nicht unterdrückt werden. Das innere Loslassen und Zulassen ist ein ganz erheblicher Erfolgsfaktor für die Akupunkturtherapie.

 

Die Behandlung wird zumeist in Serien von 10 – 12 Behandlungen durchgeführt. Nach der ersten Serie erfolgt eine Pause von 2 – 3 Wochen. Je nach Schwere der Erkrankung können weitere Behandlungsserien erforderlich sein. Ist die Behandlung grundsätzlich abgeschlossen, sollte etwa nach 3 Monaten eine Auffrischung von 2 – 4 Sitzungen erfolgen, um den Heilerfolg zu stabilisieren. Tritt die Erkrankung wieder auf, empfiehlt sich der frühzeitige Beginn eines weiteren Behandlungszyklus, der in der Regel um einiges kürzer ist als der Erste.

 

Die wichtigsten Krankheitsbilder, die mittels Akupunktur bisher erfolgreich behandelt wurden, sind chronische Kopfschmerzen, Migräne, schwere und chronische Neuralgieformen sowie Trigeminusneuralgien. Auch bei Rückenbeschwerden aller Art, Ischiasschmerzen, Kreislaufproblemen, hohem Blutdruck, Hauterkrankungen, Allergien wie Heuschnupfen und Asthma, Depressionen und Angstzuständen, klimakterischen Beschwerden, Hüft- und Kniegelenkschmerzen, chronischer Schnupfen sowie Stirn- und Nebenhöhlenentzündungen u.v.a. wirkt Akupunktur in den meisten Fällen hervorragend. Ebenso wird das Nadeln bei Geburtsvorbereitung und während des Geburtsprozesses eingesetzt.

 

Bei Erkrankungen mit chronischem Charakter wie Depressionen, Asthma, Bronchitis, Rheuma u.a. werden mittels Moxibustion sowie chinesischer Atemtherapie die Lungenenergie und damit die Abwehrkraft der Atmungsorgane gestärkt.

 

Die WHA (World Health Association) empfiehlt Akupunktur bei Hexenschuss, rheumatischen Beschwerden, Schulter-Arm-Syndrom, Heuschnupfen, chronischem Schnupfen, chronischem Husten, akuter Bronchitis, Bronchialasthma, Verdauungsbeschwerden, Herzrasen, Hizewallungen, Menstruationskopfschmerzen, Unfruchtbarkeit, Drogenentzug, zur Entgiftung und zur Unterstützung einer leichten Schwangerschaft und sanften Geburt.

 

Akupunktur wird in unserem Gesundheitscentrum nach japanischer

- und nicht nach chinesischer - Lehre durchgeführt.

 

In Japan wurden über Jahrhunderte eigene Methoden der Akupunktur entwickelt, die sich in einigen Punkten wesentlich von der chinesischen Akupunktur unterscheiden.

 

So wird zunächst der gesamte Körper der Patientin/ des Patienten untersucht - nicht nur an Puls und Zunge. Es werden extrem dünne Einmal-Akupunkturnadeln verwendet, wodurch Infektionsübertragungen völlig ausgeschlossen sind und die Behandlung für die Patientin/ den Patienten nahezu schmerzfrei ist. Während der Behandlung mit den Akupunkturnadeln werden minimale Stimulationen gesetzt, die die körpereigene Reulierung aktiviert. Damit ist eine Möglichkeit gegeben, Krankheiten unserer westlich orientierten Lebens- und Gesellschaftsform zu behandeln, denn unsere Industrienationen haben grundsätzlich ein anderes Verständnis und Empfinden gegenüber Erkrankungen und zudem eigene, besondere Krankheitsbilder "entwickelt".

 

Janet Stenzel, HP

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