Frauengesundheit im Zyklus des Lebens

Jede Frau durchlebt verschiedene einzigartige Zyklen während ihres Lebens. Sie beginnen in der Pubertät mit der ersten Periode und führen über diese wichtigen Entwicklungsjahre zum Leben der erwachsenen Frau, auf die später die Wechseljahre folgen bis hin zur Menopause und schließlich den ruhigen, weisen Jahren des Alters. Dieser individuelle Weg der Frau kann überdies eine oder mehrere Schwangerschaften beinhalten.

 

Die Jahre der Pubertät stellen trotz ihrer Komplexität im Leben eines Menschen einen natürlichen Entwicklungsprozess dar. Die sekundären Geschlechtsmerkmale bilden sich aus und die geschlechterspezifische Körperbehaarung beginnt zu wachsen. Die Geschlechtsreife tritt ein und führt zur Ausschüttung von Geschlechtshormonen in das Blut. Die Pubertät endet mit der Geschlechtsreife im Sinne von Fortpflanzungsreife und dem Abschluss des körperlichen Wachstums. Bei Mädchen beginnt die Pubertät mit ca. 10 Jahren und endet mit etwa 18 Jahren. Die erste Menstruation tritt ein und die Bildung befruchtungsfähiger Eizellen erfolgt kurz darauf.

 

Bereits von der ersten Periode an können (müssen aber nicht!) Zyklusstörungen und Menstruationsbeschwerden den Weg der Frau begleiten. Betroffene Frauen leiden vor oder in den ersten Tagen der Periode an verschiedenen Beschwerden, die auf ein hormonelles Ungleichgewicht zurückgeführt werden können, die aber auch Ausdruck von Konflikten auf seelischer Ebene sein können.

 

Jede Schwangerschaft stellt im Leben einer Frau einen einmaligen und wunderbaren Prozess dar. Ihr gesamtes Leben verändert sich, sowohl äußerlich als auch innerlich. Die hierbei notwendige Umstellung auf die neue Situation ist oft mit einer enormen körperlichen und seelischen Veränderung verbunden.

 

Nach der Geburt des Kindes folgt die für Mutter und Kind gleichermaßen wichtige Stillzeit. Über diesen Kontakt wird der Bezug zwischen Mutter und dem jetzt geborenen Kind ganz besonders intensiviert. Dabei ist die sogenannte Erstmilch sehr reich an Proteinen, Vitaminen, Enzymen, Mineralien, Wachstumsfaktoren und Aminosäuren. D.h. die Erstmilch enthält viele Antikörper der Mutter, die das noch recht krankheitsanfällige Kind vor Infektionen schützt. Die Muttermilch ist leicht verdaulich und spielt zudem eine sehr wichtige Rolle in der Allergieprophylaxe.

 

Die Wechseljahre („Klimakterium“) im Leben einer Frau bedeuten „Veränderung, Wandel-, Wechselzeit“. Es sind die Jahre der hormonellen Umstellung, denn der Rhythmus der Monatsblutung verändert sich. Die Abstände können größer oder auch kleiner werden, die Blutungen selbst stärker oder schwächer ausgeprägt sein. Diese Veränderungen zeigen sich für die Frau oft nicht nur in körperlichen, sondern auch in seelischen Anpassungsschwierigkeiten an diesen neuen Zyklus mit manchmal ganz erheblichem Leidensdruck für die Frauen. Erste Anzeichen für die Wechseljahre können sich schon im Alter von ca. 40 Jahren zeigen. Die letzte Blutung (Menopause) tritt dagegen meistens erst zwischen dem 48. und 55. Lebensjahr ein, kann allerdings auch schon einige Jahre früher oder auch später erfolgen. Die Schulmedizin empfiehlt in dieser Phase gerne die sogenannte „Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden“.

Während der Wechseljahre nimmt die Funktion der Eierstöcke nach und nach ab, die Fruchtbarkeit der Frau verlangsamt sich stetig und schließlich folgt deren Stillstand mit der letzten Blutung im Leben der Frau. Dies ist die sogenannte „Menopause“. In unserer heutigen, „for-ever-young“-Gesellschaft wird sie leider oft mit dem Abschluss eines aktiven Lebens und dem Beginn des „Alt-Seins“ verstanden. Dabei ist dies die wichtigste Phase für die alleinige Entscheidung der Frau: sie allein kann sich – ohne körperliche Zwangsläufigkeiten und äußere Einflüsse oder Umstände für Lebensfreude, Vitalität und Schönheit entscheiden!

 

All diese Phasen gehören zum natürlichen Zyklus des Werdens und Vergehens des Lebens. Vielleicht ist der Grund, warum Frauen sich schon immer mit Pflanzen und deren Wirkweise beschäftigt haben und sich der Natur in gewissem Maß verbundener fühlen als (oft) Männer, darin zu sehen, dass ihr eigener Zyklus im Verlauf ihres Lebens so besonders und von vielen Veränderungen geprägt ist. Das Wissen um die Heilkräfte der Natur im Allgemeinen und der Pflanzen im Speziellen ist so alt wie die Menschheit selbst und heute erinnert man sich gerne und forscht in diesem Gebiet weiter. Das Thema „Frauenheilkunde und Natur“ ist aktueller denn je und wird gerne mit verschiedenen anderen Verfahren erfolgreich gekoppelt. So können viele Pflanzen die Frauen in ihren persönlichen Lebenszyklen sehr erfolgreich unterstützen und evtl. auftretende Beschwerden oft lindern; in Kombination mit anderen sanften Verfahren zu einem ausgeglichenen und schönen Lebensweg beitragen. Für jeden Lebensabschnitt gilt es, die Besonderheiten des weiblichen Körpers und der psychischen Empfindungen zu berücksichtigen.

 

Sind z.B. bei Menstruationsbeschwerden und Zyklusstörungen viele Pflanzenwirkstoffe hilfreich, können zudem auch Entspannungsverfahren zu einer ausgleichenden und regulierenden Wirkung führen.

Während einer Schwangerschaft können Nahrungsergänzungen (Mineralstoffe und Vitamine) neben Entspannungs- und Bewegungseinheiten einen erheblichen Beitrag zum Wohlbefinden der Frau und dem Wachstum des Kindes leisten.

 

In der Stillzeit ist es sehr wichtig, das Vertrauen der Mütter in ihren Körper zu unterstützen.

 

Während der Wechseljahre sind insbesondere ausgleichende Anwendungen und Verfahren angezeigt: Bewegung, Entspannung, Mineralstoffe, Vitalkuren, Entspannungsverfahren u.v.a. In dieser Phase kann das Überdenken der eigenen Lebensplanung unterstützt werden, aber es ist wichtig für die Frau, sich Zeit zu nehmen für diesen Wandel, um diesen wichtigen Übergang von der „aktiven“ zur „weisen“ Frau zuzulassen.

Insbesondere in der Menopause ist der Ausgleich des Mineralstoffwechsels wegen der abnehmenden Knochendichte sehr wichtig.

 

Das Wichtigste im Leben eines jeden Menschen ist und bleibt eine gesunde Ernährung, die immer gewährleistet sein sollte, denn nicht nur Frau und Kind, sondern jeder Mensch sollten es sich wert sein, mit natürlichen und gesunden Attributen das eigene Leben zu erfüllen – und während einer Schwangerschaft nicht nur das eigene, sondern auch das des Kindes.

 

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